Nach dem Einmarsch der Amerikaner am 4. März 1945 wurde die Arbeits­anstalt Brauweiler zum Lager für verschleppte Ausländer (Displaced Persons). Die Belegung war zuvor von rund 900 auf 170 Personen gesunken – bedingt durch die nahenden Kriegs­handlungen.
Bereits am 12. Juli 1946 befasste sich der Kreistag in Frechen mit der künftigen Nutzung der „Anstalt“. Vorschläge wie ein Gymnasium oder eine Ausbildungs­stätte für Land­wirtschaft und Hand­werk wurden verworfen. Aufgrund der angespannten Haushalts­lage sowie institutionellem Druck galt die Wieder­aufnahme des „Anstalts­betriebs“ als beste Lösung. Dies bedeutete jedoch die Verlegung zahlreicher Flüchtlinge aus den Gebäuden. Die Rückkehr zur institutionellen „Normalität“ wog offenbar schwerer als die Versorgung von Flüchtlingen und Kriegs­versehrten.